Gibt es eigentlich vollständige Gesundungen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Gibt es eigentlich vollständige Gesundungen?

      Liebe Mitbetroffene,

      es gibt ja den wenig Hoffnung machenden Spruch "einmal Uveisti, immer Uveitis" und alle, die schon eine Zeit lang ohne Beschwerden sind, können logischerweise nicht wissen, ob nicht doch demnächst ein neuer Schub / Rückfall kommt.

      Meine "chronisch reziditive" vordere Uveitis gibts seit 2010 und ich bekam bisher immer einen Rückfall, wenn ich mich GANZ aus den Cortison-Tropfen (ich muss zum Glück nur tropfen) ausschleichen wollte. Nach einer guten Woche bzw. max 10 Tage war es dann wieder soweit und ich musste wieder mit "stündlich" beginnen.

      Frage in die Runde: Wie ist das bei Euch? Wie lange seid Ihr maximal beschwerdefrei - und gibts auch komplett Medikamente-freie Phasen?
      Und: gibt es ein komplettes Verschwinden der Uveitis - über Jahre?

      Freue mich über jeden Beitrag!
    • Immerhin 3 Wochen Rückfall-frei

      Tja, offenbar kennt niemand hier jemanden, der komplett gesundet ist!

      Da kann ich mich glücklich schätzen, dass ich gerade schon 3 Wochen rückfallfrei bin, nachdem ich die Cortison-Tropfen absetzte (eigentlich nur, weil das Fläschchen leer war und mein Augenarzt in Urlaub ist). Zuletzt war ich auf einem Tropfen pro 3 Tage - und nur bei "vor-entzündlichen-Empfindungen" hab ich an dem Tag dann ein bis dreimal getropft.
    • also ich habe anderes gehört

      Also ich habe schon von meiner Augenärztin gesagt bekommen, dass es Leute gibt, die eine Uveitis einmal in ihrem Leben haben und dann nie wieder. Mein Vater hatte zwei in Abständen von 20 Jahren, seit über 10 Jahren hat er keine mehr gehabt. Ob er jetzt komplett gesundet ist? Keine Ahnung. Das wird man wohl erst wissen, wenn er gestorben ist und bis dahin keine Uveitis mehr aufgetreten ist. Ungünstig dürften wohl andere zugrundeliegende Erkrankungen sein, die die Uveitis puschen (wie bei mir das Rheuma) und die auch eher schwerwiegend verlaufen und wo auch Immunprozesse im Gange sind. Andererseits habe ich in einem anderen Rheumaforum gelesen und kenne auch inzwischen ein paar Leute, die Jahrzehnte lang sehr heftig und häufig unter Uveitiden litten und jetzt seit zwanzig Jahren keine mehr hatten. Es gibt also Hoffnung!!! Aber: sind die jetzt gesund? Sie sind momentan in Remission, aber eine Garantie ist das nicht, dass nicht wieder eine Uveitis auftaucht. Und außerdem weiß man ja nicht, welche Erkrankungen vielleicht bei den Fällen vorliegen, bei denen man keine Ursache für die Uveitis identifizieren konnte. Da braucht es wohl noch viel an Forschung, dafür ist die Uveitis aber leider dann doch zu selten, als dass sie im Fokus stehen würde wie Krebserkrankungen oder Schlaganfälle.

      Ganz ehrlich, ich hoffe darauf, dass das meine letzte Uveitis war! Wenn es anders kommt, dann sehe ich das noch früh genug. Sich selbst stressen scheint ja eher das Gegenteil zu bewirken, da psychischer Stress, wie ich aber gehört habe auch sehr schöne und glückliche Momente eine Uveitis auslösen können. Mir scheint, im GRIFF haben wir die Sache nicht. :cursing: .

      Und ganz ehrlich, wenn ich mal das ganze Kranksein hinter mir haben sollte, dann schaue ich wohl auch eher nicht mehr hier rein, weil ich mich dann freue und die Zeit anders nutze. Außer, ich sollte es bis dahin zu einer meiner Lebensaufgaben gemacht haben, mit meinem angesammelten Wissen für andere da zu sein :rolleyes: . Ich kann also verstehen, wenn man nichts mehr von Leuten hört, die das Ganze hinter sich haben...

      Liebe Grüße
      Theechen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Theechen ()

    • Gibt es eigentlich vollständige Gesundungen?

      Diese Frage wird wahrscheinlich so gut wie keiner hier beantworten können, weil ehemalige Uveitis-Patienten, die Jahrelang keinen Schub mehr hatten, mit Sicherheit nicht hier im Forum verkehren? Was ich auch nachvollziehen kann und bei mir selbst festgellt habe - desto weniger man an seine Uveitis nachdenkt, um so weniger kommen die Schübe! Vor drei Jahren hatte ich ein Riesenploblem damit und heute geht es mir sehr gut und wie bereits berichtet, bin ich seit dem Dezember 2013 ohne Entzündungen und spritze mir nur noch jeden Donnerstag 20mg MTX. Was für die Augen eine Wohltat ist, ohne Tropfen auszukommen! Kortisontropfen für die Augen sind auf die Dauer nicht gerade empfehlenswert und ich kann auch nur den Rat geben, sich einen Augenarzt zu suchen, der von Uveitis Ahnung hat und nicht nur mal davon gehört! Es ist leider erschreckend, wie wenig Augenärzte über Uveitis aufgeklärt sind! Zitat: Ich bin mir sicher, dass es eine vollständige Genesung gibt, wenn man in den richtigen Händen der Augenärzte ist! :)
    • Hallo ihr lieben, bei mir,
      Uveitis seid Oktober 2015,
      36 Jahre alt,
      Leichte Enzündungswerte im Blut vorhanden. Aber kein arzt weiß warum bzw. woher es kommt. Kein rheuma, Herz Lunge nieren, zähne Kiefer Gelenke, alles gut. Allergietest negativ. Alle Ärzte zucken nur mit den Schultern. Da Trotzdem alle 4 -6 Wochen der nächste Schub von Augenenzündung linksseitig kommt immer Nur links.
      Bin Berufskraftfahrer.
      Sobald ich die Tabletten auf 15 - 5 mg gesenkt habe. Kommt der nächste Schub.tropfen nach Bedarf, zurzeit 4 mal täglich, sobald es wieder schlimm wird, durch blendempfindlichkeit und rötung soll ich sofort auf stündlich gehen tabletten dosis versuchen zu lassen.Reichte aber bislang nie aus und ich nehme dadurch dauerhaft prednisolon. Ich weiß nicht wie es weitergeht. Der nächste schub dürfte nicht mehr lang dauern, da ich runter bin auf 15 mg Tabletten. Es beruhigt dennoch ein bisschen, das ich mit dem Problem nicht alleine bin.
      Man bekommt von allen Seiten Druck mit der Zeit. Ich arbeite immer weiter solange es geht. Aber irgendwann kommt ein Punkt, wo es nicht mehr vertretbar ist, dann geh ich natürlich auch zum Arzt. So wie diese Woche.
      Naja. Alles gute
    • Ich bin 47 Jahre alt und hatte 2012 beidseitig Panuveitis, eine Ewigkeit, bis ich die Diagnose hatte, dann immer wieder neue Schübe nach dem Ausschleichen und keine Ursache für das Ganze. Nach fast zwei Jahren Behandlung, Cortison in allen Formen und in Depression wurde mir eine Reha in Höchenschwand genehmigt. Dort war nach vier Wochen der Augendruck wieder optimal, seitdem kein Schub mehr und frei von allen Medikamenten. Natürlich bin ich immer noch skeptisch und der Augendruck steigt auch wieder stetig, aber dennoch unendlich dankbar, dass es mir so gut geht und auch von der Sehkraft noch etwas übrig geblieben ist.
      Es gibt also auch solche Fälle, auch wenn man diese nicht oft zu hören bekommt. Ich wünsche euch allen viel Kraft und alles Gute!
    • Moin,
      ich bin auch schon 47 Jahre jung und lebe schon seit 17 Jahren mit der intermediären Uveitis inkl. Makularödem. Es gab in dieser Zeit auch immer wieder lange Ruhephasen, bis zu 5Jahren...Ich kenne die Rehakliniken in Höchenschwand und Maserberg ganz gut, fahre alle zwei Jahre für 3 -5 Wochen zur Kur.
      Seit 2014 zusätzlich noch die Vaskulites und die Gliose...Medikamentös das übliche: Corti, Mtx, Avastin- Spritzen. Da meine Leber so gar nicht auf MTX konnte, musste ich es im April absetzen. Das nächste Immunsupressiva stand schon auf dem Rezept, aber mal ehlich...besser wird das nicht mehr. Körperlich war ich am Ende, die Nebenwirkungen vom Corti und dem MTX. Ach,ihr wisst wovon ich spreche.....
      Ich bin dann einfach zur Heilpraktikerin gegangen, was soll's.....ich tanzt auch nackelig um Baum, wenn es hilft
      Dann habe ich brav alle möglichen Tropfen geschluckt und konsequent auf Schweinefleisch verzichtet. Seit April geht es mir gut, kaum zu glauben.Das Makularödem flammt immer mal minimal auf, aber mit den Dumbledore-Tropfen habe ich es ganz gut im Griff.

      Ich hoffe jetzt einfach auf eine längere Ruhephase und das ich meine Sehkraft noch lange behalten darf.

      Ich wünsche viel Kraft und eine starke Schulter zum anlehnen in den aktiven Phasen der Erkrankung....

      Kommt gut in das neue Jahr

      Liebe Grüße
      Tina
    • Hallo ihr lieben,
      ich habe seid meinem letzten Beitrag ein weiteren Ausbruch gehabt der wieder nur mit kortison Tabletten und tropfen zu bekämpfen war. Seitdem tropfe ich stündlich außer nachts. Beim Versuch zu reduzieren ab 2 Stunden ca. Rötung und Fremdkörper Gefühl. Nun habe ich viel über cannabis gelesen, seine Entzündungshemmende Wirkung sowie der Augendruck nachweislich bis zu 30 % reduziert wird. Ist natürlich ein schwieriges Thema, auch mit Ärzten. Ich führte ein arztgespräch und habe gestern gedacht. Was solls, habs probiert , allerdings nicht verordnet bekommen da 100 Tabellen 300€ kosten. Das müsste man dann vorerst mit der krankenkasse klären oder privat bezahlen. Hab ein paar krümmel, also sehr geringer Dosis genommen. Einfach um zu versuchen die tropfen zu reduzieren. Was soll ich sagen. 1 stunde nach Einnahme tiefenentspannt eingeschlafen. 8 Stunden gepennt und heute erst 1 mal getropft nach dem aufstehen. Linkes auge fühlt sich gut an. Übeehaupt keon druck oder Fremdkörper gefühl. heute will ich versuchen auf 4 tropfen zu gehen Über tag und beobachte das ganze mal. Habe nicht vor die Einnahme heute zu wiederholen. Aber vielleicht morgen. Je nach GefühlsZustand.
    • Sabine123 schrieb:

      Liebe Tina,
      ich habe leider durch MTX auch viel zu hohe Leberwerte. Müsste es jetzt absetzen bis Dich die Leber erholt. Frage mich was kommt danach ? Hatte mit MTX keine Lebenswualität mehr.


      Liebe Sabine

      Wie lange nimmst du denn schon MTX? Und wieviel in welcher Form (Injektion oder Tabletten)?
      Ich war bei 30mg als Injektion und bin nun bei 10mg in Tablettenform. Visus gut, Glaskörpertrübungen (mouches) eher wieder mehr. Aber ich werde jetzt dann auf 7.5mg reduzieren und das drei Monate lang und dann absetzen.
      Tja, eigentlich müsste ich auch mal wieder (halbjährlich) meine Leberwerte testen lassen. Aber ich lasse mir noch ein wenig Zeit. Zuerst mal die Augen testen lassen (Anfangs März).

      Kurz: Mir hat MTX sehr geholfen. Natürlich sind da Nebenwirkungen. Mal mehr mal weniger. Aber längerfristig finde ich es besser als Prednison.

      Viele Grüsse (auch an Tina im vorherigen Posting)
      Harry
    • steffischarly schrieb:

      Hallo ihr lieben,
      ich habe seid meinem letzten Beitrag ein weiteren Ausbruch gehabt der wieder nur mit kortison Tabletten und tropfen zu bekämpfen war. Seitdem tropfe ich stündlich außer nachts. Beim Versuch zu reduzieren ab 2 Stunden ca. Rötung und Fremdkörper Gefühl. Nun habe ich viel über cannabis gelesen, seine Entzündungshemmende Wirkung sowie der Augendruck nachweislich bis zu 30 % reduziert wird. Ist natürlich ein schwieriges Thema, auch mit Ärzten. Ich führte ein arztgespräch und habe gestern gedacht. Was solls, habs probiert , allerdings nicht verordnet bekommen da 100 Tabellen 300€ kosten. Das müsste man dann vorerst mit der krankenkasse klären oder privat bezahlen. Hab ein paar krümmel, also sehr geringer Dosis genommen. Einfach um zu versuchen die tropfen zu reduzieren. Was soll ich sagen. 1 stunde nach Einnahme tiefenentspannt eingeschlafen. 8 Stunden gepennt und heute erst 1 mal getropft nach dem aufstehen. Linkes auge fühlt sich gut an. Übeehaupt keon druck oder Fremdkörper gefühl. heute will ich versuchen auf 4 tropfen zu gehen Über tag und beobachte das ganze mal. Habe nicht vor die Einnahme heute zu wiederholen. Aber vielleicht morgen. Je nach GefühlsZustand.


      Lieber Steffischarly

      Wieviele Milligramm Prednison (Kortison) nimmst du in tablettenform? Nimmt mich einfach Wunder.

      Zum Cannabis: Für den grünen Star (Glaukom) sind diese Studien mit der positiven Wirkung ja bekannt. Aber sonst sind in den nicht offiziellen Krümmeln über 400 verschiedene Wirkstoffe.
      Und aus diesen kann Cannabidiol (CBD) heraus isoliert werden, welches nicht psychoaktiv sondern antipsychotisch, entzündungshemmend, entspannend wirkt. Eine spannende Entwicklung in der heutigen Forschung.
      Viele Grüsse
      Harry
    • Harry schrieb:

      Sabine123 schrieb:

      Liebe Tina,
      ich habe leider durch MTX auch viel zu hohe Leberwerte. Müsste es jetzt absetzen bis Dich die Leber erholt. Frage mich was kommt danach ? Hatte mit MTX keine Lebenswualität mehr.


      Liebe Sabine

      Wie lange nimmst du denn schon MTX? Und wieviel in welcher Form (Injektion oder Tabletten)?
      Ich war bei 30mg als Injektion und bin nun bei 10mg in Tablettenform. Visus gut, Glaskörpertrübungen (mouches) eher wieder mehr. Aber ich werde jetzt dann auf 7.5mg reduzieren und das drei Monate lang und dann absetzen.
      Tja, eigentlich müsste ich auch mal wieder (halbjährlich) meine Leberwerte testen lassen. Aber ich lasse mir noch ein wenig Zeit. Zuerst mal die Augen testen lassen (Anfangs März).

      Kurz: Mir hat MTX sehr geholfen. Natürlich sind da Nebenwirkungen. Mal mehr mal weniger. Aber längerfristig finde ich es besser als Prednison.

      Viele Grüsse (auch an Tina im vorherigen Posting)
      Harry

      Lieber Harry, habe MTX nur 3Monate gespritzt- dann würden sehr hohe. Leberwerte festgestellt. Nun nehme ich 100mg azathioprin und 5mg Cortison- bis jetzt funktioniert es;-) wie geht's Dir?
    • Hallo zusammen, wollte mich mal wieder melden, bin an Uveitis anterior mit Sarkoidose Beteiligung seid August 2019 erkrankt. Habe seit 30 Jahren schon VK Linsen operiert bekommen. Im Moment tropfe ich 3x lotemax, 3x Atropin 2x Brimonidin 5mg Prednison und 1 x eine Glaupax Taplette. Aber ich merke nicht so recht eine BESSERUNG. Hat jemand Erfahrung mit den Tropfen? Wegen der Sarkoidose? LG Helli 64
    • Lieber Bernhard

      Danke für deine Zeilen auf deiner Pinnwand.
      Ich füge sie hier in diese Diskussion ein:

      Bernhard schrieb:


      Meine chronische Uveitis war heilbar!


      Habe eben das Forum Uveitis zum ersten Mal entdeckt.
      Und es drängt mich, hier zu schreiben, dass für mich eine ca. 20 Jahre andauernde chronische Uveitis HEILBAR WAR !!!


      Ca. 20 Jahre lang war ich auf der verzweifelten Suche nach den Ursachen
      meiner Krankheit. Mehr als ein halbes Dutzend Augenärzte hatte ich dabei
      "verschlissen", weil ich nicht akzeptieren wollte, dass diese
      Krankheit nicht heilbar sei. Alle Augenärzte wollten mich dazu
      überreden, dies endlich zu akzeptieren.


      Doch ich wollte dies nicht akzeptieren weil ich merkte, dass außer
      ständigem, massivem Cortison Tropfen (Täglich 3 x Cortison Forte),
      nichts Wesentliches an Ursachenfindung geschah. Damals wohnte ich in der
      Stuttgarter Innenstadt und bemerkte Zusammenhänge zwischen der
      Intensität der Entzündung und dem Verzehr von Weizenmehlprodukten.
      Schon hatte ich mich gegen den mich belächelnden Willen meines
      Augenarztes (Damaliger Chefarzt einer Stuttgarter Augenklinik)
      überweisen lassen zur Beobachtung dieses Phänomens an die Uniklinik
      Tübingen. Dort hörte man mich zumindest an und beobachteten auch diese
      Zusammenhänge. Gerade fing der dortige Arzt an, diesen Erstverdacht
      näher zu untersuchen und nachzuvollziehen, als mein Umzug von Stuttgart
      Süd in mein neu gebautes Haus in Stuttgart Stammheim erfolgte. Damals
      glaubte ich noch, durch diesen Umzug auch eine bessere Luft zu bekommen,
      da Stuttgart-Stammheim schließlich der westlichste Vorort von Stuttgart
      war - und damit an einer Frischluftschneise.
      Doch das Gegenteil war der Fall. Statt einer Besserung konnte ich von da
      an versuchen was ich wollte - mein linkes Auge war nun immer entzündet.
      Ich beobachtete weiter eventuelle Zusammenhänge und mit der Zeit
      zeigten sich mir Verdachtsmomente, dass meine Augenentzündung
      möglicherweise mit schlechter Luft an meinem neuen Wohnort zusammenhing.


      Ich wollte dies lange Jahre nicht wahrhaben und fing an, mein neues
      Zuhause zu verdächtigen. Ich ersetzte im gesamten Haus alle Teppichböden
      durch Korkböden, installierte eine zentrale Luftfilteranlage der
      höchsten Feinfilter-Klasse (EU9) sowie ein Aktivkohlefilter mit ca. 20
      Liter Fassungsvermögen. Selbst einen Atomangriff oder AKW-Unfall hätte
      ich damit überlebt.
      Doch es half alles nichts! Schließlich recherchierte ich über Berichte
      zur Luftqualität an meinem Wohnort. Und nun endlich erfuhr ich
      schmerzlich, dass ich ausgerechnet an einem Ort wohnte mit den
      schlechtesten Luftwerten von beinahe ganz Stuttgart. Und bei näherer
      Betrachtung war dies auch nachvollziehbar. In Luftlinie von weniger als
      einem halben Kilometer standen nahezu jeden Morgen abertausende Autos im
      Stau. Auch ein weit über 10 Meter hoher Erdwall mit Bäumen half da
      nichts.


      Es dauerte noch 11 Jahre bis ich - und erst recht meine Frau und die
      beiden Kinder "reif" waren für einen Umzug, denn wir hatten ein sehr
      schönes und sonniges Haus in ruhiger Lage – alles schien optisch perfekt

      Im Jahr 2000 war es dann soweit, dass auch meine Familie sich
      eingestand, dass ich hier nicht gesund leben und damit auch hier keine
      "Heimat" finden konnte. Meine Sehfähigkeit war mittlerweile bei 30 %,
      auch weil ich infolge jahrzehntelangen Cortison Tropfens einen grauen
      Star bekommen hatte. Vor dieser Gefahr hatte mich zuvor kein Arzt
      gewarnt.


      So verkaufte ich nun schweren Herzens mein Haus in Stuttgart Stammheim
      und zog in die Nähe von Weil der Stadt, wo ich in einem Dorf am Rande
      des Schwarzwalds nun beste Schwarzwaldluft genießen konnte.
      Und dies war der Durchbruch! Auch meine Familie war vom ersten Tag an hier glücklich.
      Noch im gleichen Monat konnte das bis dahin notwendige aber schädliche
      Cortison abgesetzt und durch ein weniger schädliches ersetzt werden. Ca.
      ein Jahr später konnte schließlich auch jegliches sonstige Medikament
      abgesetzt werden.
      Ich war und bin geheilt - und dies ist nun 21 Jahre her. Nach einer
      grauen Star-OP sehe ich auf diesem Auge inzwischen wieder 80 % und bin
      selig und dankbar über dieses glückliche Ende.


      Daher mein Rat: Bitte lasst euch nicht entmutigen - sucht!
      Sucht nach Ursachen, denn die Schul- und damit auch Augenmedizin kümmert
      ich bislang (soweit ich mitbekomme) kaum um eine Ursachenforschung
      gleich welcher Art.


      Später, nach einem erneuten Hausarztwechsel (welcher aufhorchte, was ich
      ihm erzählte), wurde hinsichtlich des Weizenmehls eine simple
      Weizenmehlunverträglichkeit nachgewiesen.
      Mir wurde bewusst, dass weder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten noch
      Umweltfaktoren und -gifte bislang von der klassischen Schulmedizin
      berücksichtigt bzw. untersucht wurden. Was wundert es da, dass solche
      Krankheiten als unheilbar gelten? - Ist eigentlich eine logische Folge.


      In einer renommierten Augenklinik suchte ich damals während eines
      3-monatigen Aufenthalts (vor zugegeben 31 Jahren) nach den Ursachen
      meiner Augenkrankheit. Der dortige Internist erklärte mir damals auf
      mein drängendes Suchen im Klartext: "In Europa interessiert man sich
      nicht für die Ursachen solcher Krankheiten. Dazu müssen Sie nach USA
      gehen. Besser noch, “ - riet er mir - "Nehmen Sie einen Kredit auf und
      lassen Sie sich in eine Privatklinik einweisen. Dort wird man ihren
      Wünschen nachgehen." Worauf ich ihm antwortete: "Ich habe bereits einen
      Kredit wegen Hauskauf aufgenommen." - darauf seine Antwort: "Dann
      nehmen Sie doch noch einen Kredit auf!"
      Dies ist zugegeben lange her. ich hoffe die Augenmedizin ist hier inzwischen weiter.


      Habt also Mut und sucht!!! Zumindest mir hat es geholfen -


      Wer Fragen hat kann mich auch gerne hierzu anrufen auf Mobil 0175 / 27 14 257


      Gruß Bernhard
    • Ich hab sonst mal das hier noch gefunden:

      https://www.karger.com/Article/PDF/509800 schrieb:

      Remission der anterioren Uveitis – was sind prädiktive Faktoren?

      Kompass Ophthalmol 2020;6:127–128128DOI: 10.1159/000509800
      Transfer in die Praxis von Dr. Vita Dingerkus und Prof. Dr. Matthias Becker (Zürich)

      Hintergrund
      Eine chronische anteriore Uveitis (UA) kann zu vielfältigen Komplikationen mit Visusverlust führen. Bei Patienten mit UA, bei denen keine Remission mit lokalen Steroiden erreicht werden kann, kommt oft die steroidsparende systemische immunmodulierende Therapie (IMT) zum Einsatz. Ziel der vorliegenden Studie ist es, Risikofaktoren zu definieren, um das therapeutisch-klinische Management hin zur Remission zu erleichtern.
      Es wurden Verläufe von 2795 Augen von 1634 Patienten aus der «Systemic Immunsuppressive Therapy for Eye Diseases (SITE) Cohort Study» [1] mit chronischer (über drei Monate dauernder) nichtinfektiöser UA retrospektiv unter Verwendung von Crude oder multivariaten Cox-Hazard-Funktionen und Kaplan-Meier-Analysen ausgewertet.
      Ausgeschlossen wurden Patienten mit HIV-Infektion oder Fuchs-Uveitis-Syndrom.
      Die Auswirkung auf eine Remission (mind. dreimonatige Inaktivität ohne Therapie) diverser klinischer und demographischer Faktoren wurde untersucht.

      Ergebnisse der Studie
      Differenziert wurde je nach Auslegung der Remissionsdefinition:
      1. eine primäre Analyse, bei der von Remission ausgegangen wurde, wenn die Kriterien derselben nachweislich erfüllt waren oder diese vermutet wurde, wenn Patienten nach 90 Tagen nicht zur Kontrolle erschienen und 2. eine konservative Sensitivitätsanalyse, bei der nur nachweisbare Fälle von Remission eingeschlossen wurden.
      In der primären Analyse ergab sich eine Remissionsrate von 32,7% nach 5 Jahren sowie 48,6% nach 10 Jahren, in der Sensitivitätsanalyse 24,6% bzw. 36,3%. Bei der Kohorte handelt es sich der Angabe der Autoren nach um schwierig therapierbare Fälle, da sie bereits zuvor extern unzureichend in Behandlung waren, was die eher tiefe Remissionsrate erkläre.Faktoren, die in der primären Analyse mit einer tieferen Remissionsrate assoziiert waren, waren eine lange Krankheitsgeschichte (2–5 Jahre versus ≥ 6 Monate), Beidseitigkeit, frühere Katarakt- oder Glaukomchirurgie, hintere und vordere Synechien (PAS), Keratoprä-zipitate, der Zusammenhang mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) und Spondylarthopathien. Höheres Alter war mit einer besseren Remissionsrate assoziiert. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse waren ähnlich, nur mit geringerer statistischer Stärke.

      Alter: Hier werden Ergebnisse der SITE-Studie bestätigt, dass jüngere Patienten eher zu Rezidiven neigen.

      Beidseitigkeit: Dies könnte eine generelle Immundysregulation widerspiegeln, sodass das Erreichen einer Remission schwieriger wird.Initialer Entzündungsgrad: Es zeigte sich kein signifikanter Unter-schied beim Vergleich von 0+ und 1–2+ Zellen in der Vorderkammer, wohl aber von 0+ zu 0,5+. Augen mit 0,5+ Zellen hatten eine bessere Remissionsrate, was die Autoren darauf zurückführen, dass Patienten mit 0+ in der Vorgeschichte eine aggressivere Therapie erhalten haben und bei Patienten mit 0,5+ zuvor dieser geringe Entzündungsgrad toleriert worden sein könnte.
      Katarakt- und Glaukomchirurgie: Einerseits kann die Indikation für diese Operationen für einen schweren Verlauf zeugen, andererseits können die Operationen selbst zu prolongierten Reizzuständen führen.Synechien: Da Gonioskopie-Daten aufgrund zu geringer Zahlen nicht ausgewertet wurden, flossen nur ohne Gonioskopie erkennbare PAS in die Statistik ein, sodass die Anzahl dieser unterschätzt worden sein kann.

      Keratopräzipitate: Diese könnten auf langjährig unzureichende Therapie in der Vorgeschichte hindeuten.Vorliegen von JIA und Spondylarthopathien: Da betroffene Patienten nicht nur aus ophthalmologischer Sicht eine immunmodulierende Therapie (IMT) benötigen, kann trotz ruhigem Intraokularbefund die Therapie fortgeführt und daher definitionsgemäß nicht von einer Remission gesprochen werden. Aufgrund der bekannten rezidivierend-chronischen Verläufe verwundert das Ergebnis die Autoren nicht. HLA-B27-Positivität allein war nicht mit der Remissionsrate assoziiert.Statine, ACE-Hemmer, Diabetes mellitus (DM) und Rauchen zeigten keinen Einfluss auf die Remission, auch wenn andere Studien einen Einfluss von DM auf das Auftreten von Uveitiden und bei Rauchern eine höhere Rezidivneigung gezeigt hatten.

      Fazit für die Praxis
      Die Stärke dieser Studie liegt vor allem in der Stichprobengröße mit hoher statistischer Stärke, ein Nachteil in der Retrospektivität.Anzumerken ist, dass der Entzündungsgrad nicht vollkommen nach der «Standardization of Uveitis Nomenclature» beurteilt wurde, sodass hierbei ein gewisser Einschätzungsspielraum bleibt, was zu Ungenauigkeiten führen kann. Die Ergebnisse sind umfangreich und bestätigen nicht ganz überraschende Zusammenhänge von Ausgangsparametern und Therapieerfolg. Klare Empfehlungen für die Praxis lassen die Autoren nur begrenzt zu. Patienten mit den identifizierten Risikofaktoren sollten generell strenger beobachtet und ggf. aggressiver und langfristiger vor Therapieausschleichen behandelt werden.

      Disclosure Statement
      Keine.

      Quelle: karger.com/Article/PDF/509800
    • Ich war als Jugendliche zweimal über mehrere Jahre in Vollremission.
      Vollständige Heilung - ich weiß nicht ob es das gibt.

      Da mein Allgemeinzustand zuletzt massiv schlechter wurde und immer mehr
      Symptome hinzu kamen habe ich mich für einen zusätzlichen Alternativen
      weg entschieden. Zum einen wird eine Störung im Vitamin D3 Stoffwechsel
      mit Hochdosisgaben und Mikrobiom und Darmentzündungen mittels
      Fasten, Darmreinigung und Wiederansiedelung der Bakterienbesiedelung
      sowie einer umfassenden Ernährungsumstellung nach dem Autoimmun-
      protokoll behandelt. Dazu habe ich mir die Hilfe eines Experten geholt.

      Bislang sind die Ergebnisse sehr ermutigend.

      Wünschenswert wäre eine Verbesserung der Lebensqualität und vielleicht
      weniger aggressiv verlaufende Schübe. In Aussicht gestellt wurde in der Tat
      eine Regulierung des Autoimmunprozesses und mögliche Remission. Seh ich
      ja dann. Ich zieh das jetzt jedenfalls durch, vor allem weil ein erstes Fazit
      erstaunlich zielführend war.
      Du kannst nicht verhindern, dass dir Sorgen über den Kopf fliegen,
      aber dass sie ihr Nest in deinem Haar bauen.
      :saint: