neu hier und mit der sache auch

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    • neu hier und mit der sache auch

      hallo alle,
      bin vor 2 jahren mit ner bindehautentzündung zum augenarzt gegangen und landete ziemlich alarmmäßig als akute beidseitige panuveitis mit linsenverklebung und sehnervverdickung in der LMU augenklinik mathildenstr. in München. herr Prof.Thurau hat mich 1,5 jahre in der uveitis-sprechstunde betreut bis nach ettlichen untersuchungen bei neurologen, kardiologen, nephrologen etc. klar war, daß weder eine systemerkrankung noch ein virus der auslöser waren. im juli 2017 verabschiedete er mich in richtung halbjährliche kontrolle beim örtlichen augenarzt und dem wunsch, das es vielleicht was einmaliges war.
      schön wärs gewesen...
      ende november waren die symptome wieder da und ich beim augenarzt. nix zu sehen. diagnose war deshalb "sicca-syndrom" und ein infoblatt, daß man mehr omega-3-fettsäuren zu sich nehmen sollte. ^^
      4 tage später heftige entzündung und diagnose einseitige uveitis anterior mit latenter verklebung. jetzt kuriere ich das wieder mit cortison aus und versuche zu verstehen, was mit mir los ist und kontakt zu finden.

      wenn man eure berichte, sorgen und schicksale so ließt hier im forum, dämmert mir einiges!!!
      aber hut ab vor vielem schwierigen, ich finde, einige schilderungen sehr tough und gänsehautreif. ist wohl aber oft auch der blanke pragmatismus, mit dem IST-zustand klarkommen zu müssen.
      daumen hoch fürs leben, egal wies aussieht.
      für mich ist im moment die große frage, wie und ob ich beruflich eine häufigere belastung mit einer entzündung auf die reihe kriege, da ich im künstlerischen bereich freischaffend arbeite.
      ach ja, bin 47, w, und lebe mit familie in München.
      gruß in die runde,
      blinker
      blink blink

      and don't forget:
      allways look on the bright side of life!
    • Servus blinker,

      das ist eine Frage, die wenn du sie dir beantworten kannst, bestimmt einem Perpetuum Mobile gleich kommt.

      Nach über 35 Jahren habe ich eines halbwegs verinnerlichen können - frag nicht was morgen los ist, sondern was du heute kannst. Natürlich habe ich mir jede Menge Fragen gestellt die von Existensängsten immer wieder gepusht werden. Bloß - ich komme zu keinem Schluß.

      Blind werden, was nicht mehr in Frage steht, spielt Damokles Schwert und ich gehe damit um so gut ich kann jeden Tag. In einen Job wechseln bei dem ich weniger auf die Augen angewiesen bin war eine Überlegung, aber noch bin ich nicht bereit meinen Job den ich sehr mag an den Nagel zu hängen. Ich habe aber auch noch keine ansprechende Alternative gefunden und dann mehr aus Pragmatismus entschlossen so lange es geht gehts.

      Was halt blöd ist - bei den entsprechenden Stellen seh ich zu gut oder zu schlecht oder zu einseitig und überhaupt passe ich in keine Schublade. Tja nun, es als Lebensinhalt anzuerkennen mich damit zu beschäftigen, das passt nicht in meine Schublade. Das ist eben MEINE. ;)

      Meine Einschränkungen bekommen soviel Aufmerksamkeit wie nötig und ich mache mir den Kopf für morgen nicht auch noch heute. So groß ist mein Kopf nicht.

      :) kira
      Du kannst nicht verhindern, dass dir Sorgen über den Kopf fliegen,
      aber dass sie ihr Nest in deinem Haar bauen.
      :saint:
    • liebe Kira,

      danke für Deine klaren worte! offenbar sind wir da ähnliche typen.
      ich wurde schon zum Anti-Hypochonder erklärt, weil ich nur in dringenden fällen zum arzt gehe und dann nicht viel darüber reden muß.
      wie gut oder schlecht die schubladen sind, werde ich noch herausfinden.
      meine arbeit ist (neben meiner familie) mein leben - aus dem ein ausstieg jetzt (noch) nicht vorstellbar ist.
      vielleicht weil es gerade ganz gut läuft beruflich, bekommt man mal von anderer (körperlicher) seite eine ohrfeige verpaßt, damit's nicht langweilig wird.
      ;)
      blinker
      blink blink

      and don't forget:
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    • liebe Kira,
      sorry, daß es gedauert hat mit meiner antwort bis jetzt.
      inzwischen hatte mein linkes auge im januar auch noch einen ähnliche schub wie das rechte im november (und das war noch nicht wieder ganz fit ...). dementsprechend wenig habe ich zwischenzeitlich jetzt in den letzten wochen sehen/lesen/autofahren können. nun ist schon mal mehr klarheit langsam wieder da und man läßt mich das Cortison allmählich runterfahren und die weitungstropfen auch. "besserung in sicht" ist da wohl der passende ausdruck ... ;) jobmäßig war das echt böse tricky und hat mich viel nerven und kraft gekostet, damit es nicht so auffällt.
      ne andere baustelle hat sich auch noch aufgetan, da ich seit anfang november (also vor der iritis am rechten auge) latent fieber habe und das immer noch bis jetzt (morgens 37.8°C und abends dann bis 39.0°C). ansich nicht so schlimm, aber mir gehen zusehens abends nun langsam die energien aus. bin auch schon am nachmittag in der S-bahn nach dem job im stehen mehrfach eingeschlafen vor erschöpfung (und nur aufgewacht, weil mir die tasche aus der hand fiel oder die beine einknickten).
      da ist offensichtlich noch was anderes am werk und ich mit meiner hausärztin auf detektivischer spurensuche mal wieder.(vor 2 jahren auch schon mal).
      die augenärztin warnte auch massiv, daß ich zwar erstmal zu dem hohen prozentsatz an uveitis-patienten zählen würde, der idiopathisch seien, aber das undefinierbare fieber könne jederzeit einen weiteren schub initieren. na danke! jetzt jogge ich von facharzt zu facharzt ...
      aber zu Deiner frage:
      habe lange darüber nachgedacht und kanns Dir nicht wirklich beantworten.
      vielleicht, weil zuviel passiert, habe ich noch kein verhältnis gefunden. aus meinen sätzen liest Du bestimmt schon heraus, dass ich noch auf der suche bin und erstmal nur reagieren kann auf aktualitäten. und wenn ich mal ehrlich bin ... im moment ist mir die uveitis fast lieber, als wenn jetzt noch ne autoimmunkrankheit gefunden wird. da kann man sich vorstellen, wie groß die lust auf termine, arztbesuche und untersuchungen ist. :pinch:
      shit happens ... da muß man sich halt anders aufmuntern (freuen an dem, was man alles NICHT hat!)
      ;)
      blinker
      blink blink

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    • Ich musste bei deinem Beitrag grade an ein Patientenseminar denken.

      Es ging um Primär- und Sekundärerkrankungen.

      Es heißt des öfteren Uveitis sei häufig eine Folgeerkrankung von Rheumatischen Grunderkrankungen und
      genau das wurde - als Gedankenspiel - auf diesem Seminar in Frage gestellt. (frei aus der Erinnerung)

      "Was wenn die Uveitis die Primär- und nicht die Sekundärerkrankung wäre? Vielleicht ist der
      gesamte Ansatz falsch dem die Ärzteschaft folgt."

      Und eines noch - Autoimmunerkrankungen paaren sich gerne.

      Bei mir ist jetzt zwar klar wer mich gemeinsam mit der Uveitis ärgert. Weisste, es ist nicht wirklich
      schlimm eine autoimmune Erkrankung zu haben. Ja, gut, super ist es sicherlich auch nicht. Aber
      für mich lief es damals besser als erstmal klar war, wer da im Getriebe rumpfuscht. Das war die
      halbe Miete.

      Als denn , Kopf hoch
      kira :)
      Du kannst nicht verhindern, dass dir Sorgen über den Kopf fliegen,
      aber dass sie ihr Nest in deinem Haar bauen.
      :saint: