MEINE Uveitis intermedia/posterior und ich

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    • MEINE Uveitis intermedia/posterior und ich

      Zuersteinmal hoffe ich im richtigen Threat gelandet zu sein, falls nicht bitte verschieben.

      Dann sollte ich vielleicht dazuschreiben das die Überschrift absichtlich so gestalltet ist und nichts mit meiner Signatur zu tun hat :D

      Also warum "MEINE" in Großbuchstaben ?
      Weil die Auswirkungen nach meiner Erfahrung so vielfälltig sind wie die Patienten (wer sich nie damit befassen mußte ist Anfangs erschrocken wieviele Menschen an Uveitis in jeglicher Form leiden - ich war es zumindest).
      Die Lebensumstände vor der Erkrankung sind gleichermaßen ein Grund warum "MEINE" Uveitis für mich etwas ganz persönliches darstellt.

      So genug drumrum geschrieben sonst komm ich nie auf den Punkt (hab einfach zu viel Zeit).

      Ich bin als Mann mit 32 Jahren im Sommer 2012 an Uveitis erkrankt. Bei dem was ich hier und in der Bonner Universitätsklinik so mitbekommen habe also noch sehr neu dabei ;) . Sie kam über Nacht und hat meinen Augenarzt veranlasst mich ersteinmal für 6 Tage in Bonn einzuquartieren.

      MEINE Uveitis beschränkt sich vom ersten Tage an auf mein rechtes Auge - dem linken Auge geht es gut.
      Sämtliche Untersuchungen bestätigen was ich schon wußte, ich bin kerngesund.
      Ein Auslöser also nicht zu finden, aber wie die Betroffenen wissen ist das eher die Regel als die Ausnahme ;( .

      Einzige Therapiemöglichkeit für mich schien also Kortison zu sein. So weit so gut (dachte ich).
      Als eigentlich immer schon gesunder Mensch hat man ja keine Ahnung von Medikamenten.

      Denn erst jetzt nach dieser kurzen Vorgeschichte kommt der Brüller an "MEINER" Uveitis.

      ICH BIN SEITHER KRANKGESCHRIEBEN

      10 Monate krankgeschrieben wegen einer Uveitis, warum denn das?
      HÖHÖ - Wegen der angeschriebenen Lebensumstände. Mein zuletzt ausgeübter Beruf war Berufskraftfahrer.
      Ja war, Betriebsgröße zu gering also leider Rechtens.
      Immer wenn ich in der Bonner Uniklinik an eine/n neue/n Ärztin/Arzt gerate und den Auszahlschein meiner Krankenkasse hinlege gucken die mich schief an.
      Bis ich dann sage was mein Job war.
      Mit meiner Medikamenten Menge weigern die sich leider das mir erteilte Fahrverbot aufzuheben. (Versteh ich garnicht ich sitz doch hoch genug in meinem LKW und so viel Metall drumrum, mir passiert doch nix) - BITTE keine bösen Texte das ist Galgenhumor! (oder die Medis ;) )
      Ich verstehe ja wie Kortison wirkt und wenn meine Frau tageweise sagt ich sei komisch drauf dann glaube ich ihr das, weil so ein paar der Nebenwirkungen dieses Medikaments kann ich leider nicht leugnen. (Jetzt mußtet Ihr bis hierhin lesen um den Hinweis zu finden das meine Medi-Liste ganz unten steht :) )

      "MEINE" Uveitis hat es also geschafft mich in einen Teufelskreis zu ziehen. Wegen der Medis darf ich nicht fahren also werde ich krankgeschrieben -
      weil ich krankgeschrieben bin höre ich von Personalchefs nur "Melden Sie sich wenn Sie wieder gesund sind"
      Machen wir uns nix vor, hätte ich zum Zeitpunkt meiner Erkrankung einen Börojob gehabt wäre ich schon längst wieder am arbeiten
      (bin ich fest von überzeugt).

      Nun wie dem auch sei so sitze ich hier im 10ten Monat und drehe mich im Kreis. Unnötig zu erwähnen das es sich tatsächlich wie der 10te Monat anfühlt denn natürlich habe ich zugenommen - 25kg seid er letzten Wiegung.

      Ich werde das hier immermal editieren, weil ich bin ja noch nicht fertig und die Ärzte spielen ja noch an "MEINER" Uveitis rum. Is doch toll das die nach Monaten auch der Meinung sind so lange Kortison wäre nicht gesund (bin doch eh krank). Darum stellen wir um auf MTX (Methotrexat) eigentlich ein bewährtes Rheuma Medikament (noch hab ich zwar keins aber ich werd ja nich jünger).
      Nur wie sagte der Rheumathologe - wir müssen uns da rantasten. Somit Kortison reduzieren und hoffen das MTX hoch genug is wenn nicht, wie kurz vor Sylvester wieder als Notfall in die Uniklinik weil wir zu schnell und zu viel Kortison reduziert haben.
      Ja hatte ich auch schon is nicht witzig aber nicht zu ändern, wenn ich den Plan fürs Kortison ausschleichen so lese werde ich in 8 Wochen wieder ein Notfallpatient sollte das MTX in seiner jetzigen Dosis nicht wirken.
      Hoffen wir das beste und bereiten uns aufs schlimmste vor - wie immer.

      Wenn Fragen zu den einzelnen Untersuchungen oder sonstigem sind, die habe ich hier absichtlich nicht extra aufgeführt aber ich hab glaub ich schon einiges durch.
      (Wenn man wie für einen Mann nicht unüblich Angst vor Spritzen hat, ist eine Kortison-Spritze direkt unters Auge noch viel weniger ein Vergnügen)

      Nun zu meiner Medi-Liste in der dieswöchigen Zusammenstellung (ja ich bin seid 10 Monaten krank):

      MTX = 20 mg wöchentlich (bin ja mal gespannt)
      Kortison = 30 mg täglich (kein Kommentar, warum ich Fahrverbot habe is mir klar)
      Folsäure = 5 mg täglich (nein nicht Schwanger, auch wenn die Kugel an meinem Bauch an dieser Aussage zweifeln lassen könnte)
      Vitamin D = 0,025 mg täglich (hab ich bei der Dosis noch nie verstanden, aber immer rein)


      Ich hoffe das passt zum Thema und vielleicht regt es ja dazu an dieses Forum etwas zu beleben. Ein mach dir keine Sorgen und das wird schon wieder braucht kein Forum.
      (Ich bin auf 2 Dinge allergisch - Atropin und Mitleid)

      Zum Abschluß möchte ich noch schreiben wie dankbar ich bin das meine Frau so geduldig ist, auch wenn sich das seltsam ließt weil Sie kennt es aufgrund einer anderen Erkrankung die nicht sehr schön ist und schon dafür gesorgt hat die Sie mal Monate lang nicht arbeiten konnte. Nur möchte ich mir nicht vorstellen wie schwierig es mit einer Partnerin wäre die es nicht verstehen kann, weil sie es nicht kennt. Denn auch ich habe gelernt das zu akzeptieren das jemand lange krank ist ein großer Unterschied ist zu, es zu verstehen das jemand lange krank ist.

      Lieben Gruß und reißt euch zusammen,

      euer Max
      Achso: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, hab noch genug davon :P
    • Willkommen Max

      Dein Posting mit deinem Galgenhumor hat mich gefreut. Ich bin 40, männlich und seit September Uveitis intermediär (rechtes Auge) Patient .

      Das Methotrexat ist längerfristig angenehmer (und auch gesünder) als Kortison in hohen Dosen. Nebst der wöchentlichen 20mg Injektion MTX, bin ich mittlerweile bei 5mg Kortison pro Tag und hoffe beim nächsten Augenarzttermin nochmals um 2,5 mg reduzieren zu können. Und doch, auch das MTX hat seine Nebenwirkungen. Meine Freundin spritzt es mir am Freitagabend und Samstag/Sonntag fühle ich mich eher kränklich (müde und grippig). Haarausfall macht sich auch bemerkbar, aber Hauptsache ich sehe wieder gut.

      Die letzten 10 Monate waren wirklich sehr unangenehm. Aber es geht nun einfach um die Rettung des Auges - auch bei dir.

      Zu deinem Mediplan (alle Angaben ohne Gewähr, aber aus eigener Erfahrung, frag zuerst deinen Arzt):

      - Wichtig ist noch ein Magenschutz (als Tablette), wenn du mehr als 10mg Kortison pro Tag nimmst

      - Kalzium (ich nehme immer noch täglich 2* 500mg Calcium zu mir, ist auch noch Vitamin D drin)

      - Folsäure bringt erst 48 Stunden nach der MTX Injektion etwas



      Also, alles Gute auf jeden Fall.

      Beste Grüsse
    • Hallo Harry,

      wenn mir das Lachen vergeht dann hat das Kortison es geschafft mein Wesen zu verändern und das werde ich nicht zulassen.

      Ich könnte mich ja auch in die Ecke setzen und heulen aber ändern würde das nichts.

      Was die Medis angeht bin ich eigentlich zufrieden und die Liste war ja auch nur in dieser einen Woche aktuell - ganz ohne wäre natürlich besser aber ....

      Kalzium hab ich sehr lange genommen und zwar in 2g Dosis pro Tag, aber das soll ich nicht mehr also lasse ich das weg.
      Die Folsäure nehm ich seid Monaten taglich somit halte ich da ein gleichbleibendes Level und das MTX hat keine Wahl, damit muß es klarkommen.
      Magenprobleme hab ich erstaunlicherweise garkeine und das MTX macht mir zum Glück auch nichts (bis auf die Nadel)
      darum durfte ich die Magentabletten dann irgendwann auch weglassen.

      Haarausfall ist nicht das schlimmste du weißt ja was man über Männer mit Glatze sagt ...

      Erstaunlich das unsere Frauen uns die Nadel setzen müssen als gestandene Männer.
      Aber ich kann das so garnicht - ich wechsel die Farbe zu Kalkweiß und bekomme kalte Schweißausbrüche wenn ich mit der Nadel vor meinem Bauch sitze.

      Mein Aktueller Mediplan für diese Woche (beginn Heute) :

      MTX = 20 mg wöchentlich (das ändert sich ja nunmal nicht so schnell)
      Kortison = 20 mg täglich (noch 7,5mg weniger und ich bin auf der Dosis meines letzten Rückfalls, bin ja mal gespannt)
      Folsäure = 5 mg täglich (was soll, das wird genommen)
      Vitamin D = 0,025 mg täglich (tja, immernoch kein Verständniss aber egal)


      Achso bevor ich es vergesse, Dienstag Arzttermin weil meine Leberwerte wohl nicht in Ordnung sind (wundert das wirklich jemanden? mich nicht)
      mal sehen was ich danach noch zu meinem Mediplan schreiben kann.
      Warum esse ich überhaupt noch normal? Die ganzen Pillen wären die ideale Vorbereitung für ein Astronautentraining.

      Lasst euch nicht unterkriegen,

      LG Max
      Achso: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, hab noch genug davon :P
    • Hallo Max,

      sei gegrüßt und hab Dank für deine unglaubliche Geschichte!

      Meine chronisch reziditive vordere Uveitis ist auch nur am rechten Auge, doch musste ich nie mehr tun, als Cortison-Tropfen rein tröpfeln (dazu diverse "pflegende und ernährende" Tropfen). In akuten Phasen stündlich, dann immer weniger Mal/Tag bzw. Woche. Seit ca. 3 Monaten bin ich auf einem Tropfen alle 3 bis 4 Tage - weniger trau ich mich nicht, denn ganz Absetzen führte bisher immer nach einer guten Woche zum Rückfall,

      Gegen deine massive Medikamentierung ist das natürlich NICHTS! Also kann ich leider dazu nichts weiter sagen, nur finde ich das mit deiner schier endlosen Krankschreibung auch seltsam. Da Uveitis meist immer mal wieder kommt: schon mal an eine Umschulung gedacht bzw. hast du dich in der Richtung beraten lassen?
    • Huhu Claudia,

      nun ich denke wenn es um Erfahrungsberichte gehen soll dann müssen wir das Forum auch mit solchen füttern.

      Da wir als Betroffene uns mit der Medikamentierung ja so langsam ein wenig auskennen ist das für mich garnicht verwunderlich das ich krankgeschrieben bin. Jeder weiß das Kortison insgesamt und für den ganzen Körper schädlich ist. ABER es hat auch langzeitliche Auswirkungen auf das was sich im Kopf befindet
      (Bei mir is da was drin, hab MRT-Bilder davon :thumbsup: ).

      Die Problematik (und darum schreib ich immer absichtlich MEINE mittlere und hintere Uveitis) Kortison kann geistig schädigen wenn man das zu lange nimmt. Zum Beispiel durch Unbeherrschtheit (ums mal so auszudrücken) nun haben wir dann folgendes Zenario:
      Ich als LKW-Fahrer unter Kortison auf der Straße unterwegs, plötzlich schlägt mir das Kortison auf den Kopf und ich baue einen Unfall.
      Nun ich kann nichts dafür, weil Kortison - bedeutet der hat Schuld der mich ans Lenkrad gelassen hat.
      Die Versicherungen sagen, nix da, unter Medikamenten - da sind wir nicht zuständig.

      Kein Arzt den ich bisher getroffen habe traut sich mir das führen eines Fahrzeuges zu erlauben solange ich mit Kortison gefüttert werde.
      Es nervt mich nichteinmal PKW fahren zu dürfen (Fahrverbot ist Fahrverbot egal für was). Nicht das ich irgendwo hin möchte - ich will nur können wenn ich mag.

      Bevor ich´s vergesse in 5 Tagen sind es 11 Monate krank und zu den Nebenwirkungen geschrieben - beginnender Katarakt - ich bin dabei.

      Was deinen Hinweis mit der Umschulung angeht ist das ja leider nicht meine Entscheidung (sagt mein Hausarzt) sondern die Entscheidung von Kranken- und Rentenkasse. Das Ding nennt sich "Antrag auf Leistung zur Teilhabe" (*würg*). Liegt hier und geht am Freitag in die Post weil ich eine Briefmarke spare wenn ich mit der neuen Krankmeldung am Donnerstag aus der Uni-Klinik komme und beides gleichzeitig eintüte.

      Was deine Frage zur vollständigen Gesundung angeht frag ich Donnerstag mal die Prof´s in der Uni-Klinik wie deren Erfahrungen sind.
      Vielleicht überraschen Sie uns ja.

      Bis dahin, haltet die Ohren steif

      euer Max
      Achso: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, hab noch genug davon :P
    • Hallo Claudia,

      zunächsteinmal sorry das ich so lange nix geschrieben hab aber ich will ja niemanden langweilen.

      Es freut mich sehr für dich das du zumindest für eine Weile auf die Kortisontropfen verzichten kannst. Vielleicht solltest du dir überlegen deine eigene stoßweise Therapie zu starten. Was würde denn passieren wenn du immer nur für 2 Wochen aufhörst zu tropfen? Also bevor die Entzündung sich ankündigt und dann wieder tropfst für einen gewissen Zeitraum.
      Wie fühlst du das deine Entzündung wiederkommt? Ich merk immer nur wenn meine Frau sagt das es wieder so weit ist, je nachdem wie stark mein Auge blutrot anläuft. Aber sonst kein Ziepen oder Druckgefühl - nur ROT

      Ich weiß das einige jetzt schreien von wegen Selbstmedikation soll man nich machen usw. aber ganz ehrlich wir sind Uveitis Patienten uns kann eh keiner heilen. Diejenigen die am besten wissen was zu tun ist für uns sind doch wir selbst.

      Zu meinem Antrag kann ich noch nichts sagen, im Moment geht es da nicht vorwärts - naja ich weiß ja an wem es hängt und da ich Zeit habe kann ich nerven :D

      Kurze Zusammenfassung was in der Zwischenzeit geschah:

      Mittlerweile 2 Rückfälle gehabt jeweils wieder bei 20mg Kortison mit und ohne MTX paralell.

      Hab einen Prof. in Münster aufgesucht der sagt MTX scheint nicht das richtige für mich zu sein also lassen wir das weg und nehmen dann ab heute Immunsuppressiva - bin ja mal gespannt.

      Meine Frau freut sich das Sie mir keine Spritze mehr setzen muß :thumbsup:
      Ich kann das immernoch nicht obwohl ich in den letzen Monaten mehr gepieckt wurde als in den letzten 30 Jahren.

      Schade finde ich das der Katarakt sich nicht an die Spielregeln hält, bisher hatte ich ein gesundes und ein krankes Auge mit Uveitis nur der hinterlistige Katarakt greift auch mein gesundes Auge an ;(
      Ja ich weiß, Nebenwirkung von zu viel Kortison über zu lange Zeit. Tja heulen bringt auch da nix, trockene Augen hatte ich noch nie.


      Ich wünsche ein schönes Wochenende und denkt alle immer daran:

      "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren"

      alles Gute euer Max
      Achso: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, hab noch genug davon :P
    • Hallo,
      ich heiße steffi und bin neu in diesem Forum :) ,
      habe seit Mitte Juli 2014 eine Uveitis posterior wobei momentan nur das rechte Auge betroffen ist, nehme seit es angefangen hat durchgehend Kortison in Tablettenform, ausschleichen hat bis jetzt nicht geklappt :S .
      Fange immer mit 60 mg an und bei spätestens 10 mg gehts wieder von vorne los, beim letzten Anfall habe ich auch noch eine spritze bekommen, soll jetzt noch bis ende märz Kortison nehmen.
      Wäre froh über Tipps die mir helfen, gibt es eine alternative zum Kortison oder andere Möglichkeiten das ganze aufzuhalten???

      Liebe Grüße

      Steffi
    • Hallo Steffi,

      herzlich Willkommen hier und ein gutes Neues und vor allem auch gesundes Jahr 2015.

      Es hört sich bei dir so an, als würde das Kortison auf Dauer als Therapie nicht ausreichen. Vor allem, wenn eine Reduktion auf mindestens 7,5 mg auf Dauer nicht möglich ist, ohne dass neue Schübe auftreten, sollte dringend über eine immunsuppressive Therapie nachtgedacht werden. Da kommen viele Medikamente in Frage: Azathioprin, Sulfasalazin, MTX, Biologika, um nur ein paar wenige zu nennen. Hilfreich können auch begleitende Maßnahmen sein: entzündungsarme Ernährung, weniger Stress.... du kannst ja die Seiten hier ein wenig durchforsten und findest sicher den einen oder anderen hilfreichen Tipp.

      Wenn du bisher noch nicht in einer Uveitis-Sprechstunde (meist an Unikliniken angesiedelt) warst, solltest du dich von deinem Augenarzt dringend mal dorthin überweisen lassen. Die Ärzte dort sind die Spezialisten für Uveitis und haben einfach sehr viel Erfahrung und auch andere medikamentöse Möglichkeiten bzw. können diese anleiern.

      Hat die Ursachenforschung bei dir etwas ergeben? Wenn bisher diesbezüglich nichts unternommen wurde, sollte bei dir dringend nach wichtigen Erkrankungen gesucht werden, bei denen die Uveitis eines der Symptome ist: Borreliose, Rheuma u.v.m. Man findet oft keine zugrundeliegende Erkrankung, aber manchmal schon und dann kann durch die Behandlung der Grunderkrankung viel besser auf die Uveitis Einfluss genommen werden.

      Wenn weitere Fragen sind, dann meld dich gerne. Wie läuft es bei dir denn beruflich, seit du die Uveitis hast? Kannst du weiterarbeiten?

      Herzlichen gruß

      Theechen
    • Guten morgen :)

      dir auch noch ein gutes neues jahr,
      ja ich muss das nächste mal wenn ich in der uni- klinik in München bin nach alternativen zum Kortison fragen, soll ende März eh wieder zum Prof. Turan in die Uveitis- Sprechstunde kommen. Danke für den Tipp werde das Forum durchforsten :thumbsup: .
      Nein leider weiß keiner woher meine Uveitis kommt es wurde ausgiebig geforscht aber es kam leider nichts dabei heraus...,
      Ich soll mich jetzt bloß noch auf MS testen lassen, kann sein das ich es habe oder bekomme, mal sehen , zeige aber zum glück keine Anzeichen dafür.
      Ja Arbeit geht zum glück noch gut, habe einen sehr toleranten chef, aber muss halt immer wieder vormittags in die Uniklinik zur nachkontrolle und bin dann meist erst wieder mittags in der arbeit, noch duldet er es ganz gut, er schätzt meine arbeit zum glück sehr, mal sehen wie es weitergeht...
      Danke für deine Hilfe

      liebe grüße

      steffi
    • Hi ihr Lieben,

      ich hoffe ihr könnt mir bei einem kleinen Problem helfen,
      mein momentanes auto kostet mich viel geld wegen reparaturen und so, und ich wollte mir einen neuen gebrauchten holen,
      der haken an der sache ist, das ich wahrscheinlich ein paar jahre abzahlen muss.
      Meine frage war ob es sich lohnt, was wenn ich bevor es abgezahlt ist nicht mehr genug sehe um auto zu fahren.....
      Momentan geht es noch, wobei nachts nicht so gut ist, tagsüber kann ich noch fahren aber wie lange noch..., meine ärzte schweigen sich aus und können mir keine klare antworten geben... ich hoffe ihr könnt mir helfen.

      Liebe grüße steffi
    • Hallo Steffi,

      das Problem nachts zu fahren kenne ich sehr gut. Vor allem wenn ein Schub erst gerade ausgestanden ist, sehe ich dafür zu schlecht. Eine wirkliche Prognose wird dir aber wahrscheinlich niemand geben können. Die Regel ist ja, dass man auf mindestens einem Auge 0,5 sehen muss, um Auto fahren zu dürfen. Ich hoffe, ich erinnere mich noch richtig, bin aber ziemlich sicher, weil ich bei der letzten Messung bei 0,5 und 0,35 war und sehr erleichtert war, dass es mit dem Autofahren geht. Ich ziehe bald um und habe mir den Wohnort so ausgesucht, dass ich notfalls überall mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommen kann. Das löst aber natürlich dein Problem nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man mit dieser Erkrankung bestimmte Risiken und Verluste (auch finanzieller Art) einfach tragen muss, auch wenn das hart ist. Grundsätzlich versuche ich aber immer vom Positiven auszugehen und mir zu sagen: "das ist der letzte Schub gewesen" und ich versuche normal zu leben, auch wenn ich darauf achte, dass bestimmte Rahmenbedingungen passen (s. Umzug).

      Da dir niemand sagen kann, wie sich die Uveitis weiter entwickelt, wird dir auch niemand eine Antwort auf die Frage geben können. Viel wichtiger wäre aus meiner Sicht, dass du medikamentös so gut eingestellt bist, dass neue Entzündungen verhindert werden und dein Visus stabil bleibt und das wäre ja Aufgabe der Ärzte. Du hast Ende März einen Termin, oder?

      Ist das Auge gerade reizfrei und wie viel Kortison nimmst du noch? Kommst du unter die 10mg, ohne einen Schub zu bekommen? Wenn nicht, dann sollte über eine Basismedikation dringend nachgedacht werden. Wenn die gut anschlägt, dann musst du dir nämlich über Visusverschlechterungen nicht mehr so viele Gedanken machen. Wichtig ist doch vor allem die Stabilität der Situation und dass du nicht von einem Schub in den nächsten gelangst.

      Ich drücke dir die Daumen und viel Spaß beim Autokauf, auch wenn ich dir da leider keinen wirklichen Rat geben kann.

      Theechen
    • Guten morgen,
      danke für deine schnelle antwort, es ist etwas schwierig momentan, ich habe vor ein paar wochen eine spritze ins linke auge bekommen, weil ich plötzlich heftige schmerzen mit verschlechterung der sehschärfe und erhötem augendruck hatte. Mein behandelnder arzt sagte das ich die tabletten absetzen solle da die momentan sinnlos wären. Ich war schon sehr weit herunten hatte nur noch 2.5 mg kortison. Aber jetzt merke ich langsam das es wieder schlechter wird und zwar im anderen auge, an dem ich normalerweise die Probleme habe. Also hat das ausschleichen nichts gebracht mal wieder...muss bald wieder hin und mal über alternativen sprechen, nehme immerhin schon seit letztes jahr im juli durchgehend kortison.
      Ja wegem dem Auto mal sehen, bin eigentlich nicht unbedingt darauf angewiesen, mein Lebensgefährte hat auch eines und es würde zur not schon mit einem Auto gehen.
      Auf jeden Fall danke für deinen Rat hat mir sehr geholfen

      Liebe grüße steffi
    • Hallo ihr lieben,
      ich bin auf eure Beiträge gestoßen und bin regelrecht erschrocken.
      Bei mir Uveitis anterior, seid Mai 2015. Bin 36 Berufskraftfahrer, hab Familie und Stehe Fest im Leben. Jedenfalls bisher. Aber diese Uveitis macht mich echt fertig. Ich brauch ja garnicht viel schreiben, da ihr Quasi meine Geschichte schon erlebt hat.
      Bin auch bei sämtlichen Ärzten gewesen, Uni Klinik Lübeck, Augenklinik Dannenberg, dann rheumatologe, Verschiedene Allgemeinmediziner, innere Medizin, sogar im Krankenhaus. Absolut alle Ärzte zucken nur mit den Schultern, bin Kerngesund und keiner weiß warum ich diese Augenenzündung nicht los werde und auch nicht, warum sie überhaupt vorhanden ist.
      Was ist aus euch geworden? Immernoch Kortison? Bei mir, beim ausschleichen ab 30 mg kommt die nächste enzündung. Also wieder voll einsteigen mit 100mg über 5 Tage, dann alle 5 Tage 10 -15 mg weniger. Kleinere Dosen wurden zu beginn probiert, klappte aber nicht. Somit bin ich seid über einem Jahr auf hoch dosierten Kortison eingestellt, hab herzrasen, schlafe schlecht, bin aggressiv und langsam geht es an die Psyche weil es keine Lösung gibt. Hab mir schon paar wurzelbehandelte zähne ziehen lassen. Ohne Besserung. Wollte heute sogar alle zähne ziehen lassen. Hab eine chirugin überredet. Aber die Zahnärztin macht es nicht. Da sie nicht glaubt das es einen Zusammenhang gibt. Denn auf den Bildern ist nix zu erkennen und es schmerzt auch nichts im Kiefer oder an den Zähnen.
      Bitte antwortet, ich hoffe das diese alte Thema für mich nochmal aufgewärmt wird. ;)
      Liebe grüße
      Charly