Glaskörperentfernung bei Uveititis und Glaskörperblutung - Erfahrungen??

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    • Glaskörperentfernung bei Uveititis und Glaskörperblutung - Erfahrungen??

      Hallo liebe Forenmitglieder.
      Evtl. könnt Ihr mir helfen die richtige Entscheidung zu treffen.

      Aber hier erstmal meine medizinische Vorgeschichte:
      - Zn Colon-CA
      - Colitis ulcerosa
      - Zn Zungen-CA mit Neck Dissektion links
      - Zn tiefe Beinvenenthrombose (Ursache Faktor V-Mutation) dadurch Dauereinnahme von Antikoagulantien
      - Zn Kat-OP beidseitig (2011)
      - Hypertonus
      - Uveitis linkes Auge (2011)

      Seit 2011 (nach einer Kat-OP) leide ich an Uveitis auf dem linken Auge.
      Diese betraf nur den vorderen Abschnitt des Auges und die auftretenden Schübe konnte ich halbwegs gut mit Sopolamin und Cortisontherapie in den Griff bekommen.
      Vor ca. 6 Wochen trat wieder ein heftiger Schub auf.
      Mein Augenarzt stellte dann fest, das nun auch der hintere Abschnitt betroffen ist.
      3 Tage später kam das, was nach einer langjährigen Cortisontherapie kommen musste.
      Eine massive Glaskörperblutung mit starker Eintrübung des Glaskörpers.
      Seit diesem Zeitpunkt kann ich auf diesem Auge nur noch hell und dunkel unterscheiden.
      Die Augenklinik spritzte mir Cortison unter das Auge und ich sollte die Tropftherapiemit Scopolamin und Cortison weiterführen.
      Zusätzlich gab man mir noch Tabletten (....pax) zur Senkung des Augeninnendruckes.
      Diese wirkten bei mir absolut toxisch und mussten abgesetzt werden.
      Nun tropfe ich gegen den erhöhten Druck und passe meine Betablocker zur Behandlung meines Hypertonus an.
      Nur leider machen diese Tropfen auch gewaltige Nebenwirkungen. (Gelenkschmerzen e.t.c.)
      Die Klinik hat mir geraten 6 Wochen diese Therapie weiterzuführen.
      Sollte die Trübung nach 6 Wochen nicht besser werden, wäre eine Vitrektomie indiziert.
      Jetzt sind die 6 Wochen rum und die Trübung ist unverändert.

      Nun zu meiner Frage: Wie ist Eure Erfahrung mit der Vitrektomie oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
      Und wie schaut es mit den Risiken dieser OP aus?
      Und falls ich mich zur OP entscheide, kann ich anstatt Marcumar Heparin spritzen da ja mancheAugentropfen nicht verträglich mit Heparin sind? (Ziel INR 2,5)

      Ich bedanke mich schon einmal recht herzlich im Voraus für Eure Antworten und wünsche allen im Forum eine sonnige Restwoche.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainer68 ()

    • Hallo Rainer,

      was hat sich in der Zwischenzeit bei dir getan! Hast Du eine Vitrektomie machen lassen? Ich habe bereits beide Augen operieren lassen und hatte mit der Vitrektomie viel Erfolg. Seit dem habe ich keine Schübe mehr, was mir der der Arzt voraus gesagt hat bzw. meinte, dass durch die Vitrektomie die Schübe weniger werden??? Warum, weiß ich nicht - aber es ist so! Lass mal hören, was in der Zwischenzeit bei dir passiert ist.

      Beste Grüße
      Günther
    • Hallo Günther,

      sorry das ich mich jetzt erst melde aber ich habe eine dicke Leidensgeschichte hinter mir.:

      Die erste Vitrektomie wurde am 02.11 durchgeführt.
      Nach ca. 3 Wochen konnte ich wieder sehr gut sehen.
      Doch ich hatte teilweise sehr hohen Druck im Auge (40 mmHg). Dieser konnte aber mit Augentropfen gut gesenkt werden.
      Leider hatte ich 6 Wochen nach der OP eine massive Entzündung sowie massive Blutungen in dem Auge.
      Sicht war dann nur noch Handbewegung.
      Dann wurde notfallmässig eine neue Vitrektomie am 9.12 durchgeführt.
      Am vergangenem Freitag wurden mir die Vernarbungen der Hornhaut durch die OP mit einem "scharfen Löffel" vom Augenarzt entfernt.
      Die Sicht ist noch nicht so toll. (Visus 0,15 ) Muss noch laufend salben und tropfen.
      Ich wäre aber schon zufrieden wenn dieser Zustand stabil bleiben würde. Ist wesentlich besser als nur eine weiße Wand auf dem Auge.
      Habe jetzt das Medikament Omeprazol (Einnahme seit ca. 15 Jahren) abgesetzt, da möglicherweise die laufenden Entzündungen
      von diesem Medikament kommen und hoffe das ich nicht wieder einen Rückschlag bekomme.
      Nehme jetzt Kautabletten gegen die Magenbeschwerden.

      Ich werde weiter berichten.
    • Lieber Rainer,

      hört sich wirklich nicht gut ich kann gut deinen Unmut sehr gut verstehen! Ich hatte Gott sei Dank nach der Vitrektomie nur Erfolg. Das Makulaödem macht mir im Moment mehr Probleme als die Uveitis, die mich schon seit langem von Schüben verschont - immerhin ein sehr guter Erfolg! Gegen das Makulaödem muss ich zur Zeit wieder Kortison einnehmen und das MTX habe ich jetzt auf meinem Wunsch auf 20 mg alle 14 Tage angeordnet. Funktioniert und gut und warum soll ich wöchentlich 20 mg MTX spritzen, wenn ich seit 3 Jahren keine Schübe mehr habe. Klar, meinen Augenarzt in der Uni meint, dass immer etwas Glut in den Augen ist, was aber nicht tragisch ist!

      MTX hat mir auch schon schwere Infektionen beschert, obwohl ich dafür gar nicht anfällig bin! Es ist schon manchmal zum verzweifeln - aber was will man machen? Ich arbeite noch gerne mit meinen 60 Jahren und möchte wenigsten ein paar Jahre als Rentner noch das Sehen behalten und dafür lohnt es sich zu kämpfen! Seit ich über Uveitis nicht mehr nachdenke, meine ich, dass es mir besser geht und somit kann ich damit gut Leben.

      Ich hoffe und ich wünsche dir, dass Du auch die Kraft und die nötige Unterstützung von Ärzten hast, die dir helfen können! Die Uni ist eigentlich der beste Weg, wenn sie einen Spezialisten für die Uveitis haben! Kopf hoch und lass von dir bitte wieder hören.

      Nachträglich ein gesundes neues Jahr und viele Grüße,

      Günther