Plötzlich Cortisonresponder?

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    • Plötzlich Cortisonresponder?

      Hallo liebe Forumsmitglieder,

      ich habe mal wieder eine etwas speziellere Frage, die mich aber sehr beschäftigt. Und entschuldigt, dass jetzt ein langer Beitrag kommt, aber ich kann mich einfach nicht kurz fassen.

      Ich habe ja nun seit zwei Jahren eine rezidivierende Uveitis auf einem Auge, mit inzwischen verschiedensten Komplikationen und nehme dafür und für die rheumatische Grunderkrankung auch schon ziemlich heftige Medikamente. Seit Anfang März geht es mir im Grunde gar nicht mehr gut, ich habe auch in den Gelenken einen heftigen Schub nach dem anderen, u.a. kam das Rezidiv der Uveitis dazu. Das alles führte dazu, dass ich jetzt schon den zweiten Kortisonstoß mit 50mg innerhalb von 3 Wochen machen muss. Der erste hat nicht langanhaltend genug gewirkt, auch wenn eine Verbesserung da war. Diesesmal soll der Kortisonstoß länger als 10 Tage gehen (aus augenärztlicher Sicht eher ein Mini-Stoß, für die Rheumatologie aber doch relativ hochdosiert und lange). Klar hat der erste Stoß meine Uveitis mal wieder gut bekämpft. doch zum ersten Mal seit ich die Uveitis habe, ist mein Augeninnendruck über den Grenzwert von 21 mmHg gestiegen. Da ich extrem kurzsichtig bin (14 u 16 Dioptrien), geht die Augenärztin davon aus, dass der Druck wahrscheinlich noch höher als gemessen ist und auch wenn ich nur einen geringfügig erhöhten Druck auf dem erkrankten Auge habe (22mmHg) und auf dem anderen 19mmHg, nehme ich nun sicherheitshalber drucksenkende Tropfen (Dorzolamid) für das erkrankte Auge.

      Ich muss dazu sagen, das während einer Uveitis der Druck immer etwas höher war als im reizfreien Zustand, aber immer unterhalb der Grenzwerte.

      Vermutung meiner Augenärztin ist, dass ich ein sogenannter Cortisonresponder bin, der Druck also aufgrund des letzten Kortisonstoßes angestiegen ist. Und jetzt kommt mein ABER: früher habe ich schon deutlich höher dosierte und längere Stöße gemacht und bislang waren die Werte dann nur bei z.B. 17mmHg oder allerhöchstens 19mmHg. Kann man ganz plötzlich zum Cortisonresponder werden? Ich dachte eigentlich, dass die Veranlagung entweder vorhanden ist oder nicht? Durch die rez. Uveitis und die Kurzsichtigkeit erfülle ich natürlich noch weitere Risikofaktoren. Der Einfluss des Bluthochdrucks soll ja eher gering sein, aber den habe ich auch.

      Ich soll in Zukunft bei Kortisonstößen sofort den Augeninnendruck messen lassen, was ich grundsätzlich sinnvoll finde. Ich wüsste gerne, wie viel mmHg man denn statistisch bei einer starken Kurzsichtigkeit dazurechnen muss und vor allem auch, in welchen Zeitabständen eine solche Erhöhung kontrolliert werden muss. Vor allem aber wüsste ich gerne, ob das Kortison einen Anteil daran hat, denn dann müsste ich in Zukunft andere Notfallstrategien in Schubsituationen einsetzen.

      Ich bin gespannt auf Rückmeldungen

      Theechen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Theechen ()

    • Liebe Theechen

      Dass Prednison den Augeninnendruck beinflussen kann habe ich schon gehört. Darum wird der Druck ja auch immer gemessen.

      Ich habe mich im Netz ein wenig rumgeschaut:
      Hier steht etwas von bis zu "30 mm Hg und mehr..":
      wissen-gesundheit.de/Aktuelles…n-und-der-Augeninnendruck

      Und im folgenden Forum ist es auch gut beschrieben (um das PDF am Schluss herunterzuladen, musst du dich registrieren):
      glaukom-forum.net/wbb3forum/bo…d/4176-cortisonresponder/

      Ich wünsche dir einen schönen guten Sommer! 8o
      Harry
    • Hallo Harry,

      ganz herzlichen Dank für deine Mühe! Diese Artikel hatte ich auch schon durchgelesen, weshalb ich auch an der These der Augenärztin etwas zweifle, dass ich Cortisonresponder bin. Wie gesagt, dann müsste ich ja immer mit Druckerhöhung auf Cortison reagieren. Es kann ja genausogut eine Folge der Uveitiden sein.

      Ich wünsche dir auch einen guten Sommer! Kannst du ihn genießen und wie geht es dir?

      Liebe Grüße
      Theechen